Kompetenz
Für eine erfolgreiche Behandlung ist die enge Zusammenarbeit eines großes Teams von Spezialisten notwendig: Mund-, Kiefer- und Gesichts-Chirurgen, plastische Chirurgen, Kieferorthopäden, Anästhesisten, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Zahnärzte, Sprach- und Gehörtherapeuten und Psychologen. Der hohe Anspruch an medizinische Kompetenz und Erfahrung setzt einen kontinuierlichen Wissenstransfer voraus, der durch die Stiftung immer wieder neu initiiert wird.
Die Einrichtung von Cleft-Zentren vor Ort ist zwingend notwendig. Kurzeinsätze von Ärzten, die guten Willens sind, aber keine kontinuierliche Nachbetreuung der Patienten manchmal über viele Jahre gewährleisten können, reichen hier nicht aus. In unseren Cleft-Zentren wird ausschließlich nach international anerkannten Richtlinien operiert. In den ersten Lebenstagen eines kleinen Cleft-Patienten wird danach eine kieferorthopädische Gaumenplatte eingesetzt, die die Nahrungsaufnahme erleichtert. Hat das Kind nach etwa drei bis sechs Monaten ein Mindestkörpergewicht erreicht, wird der Lippenspaltenverschluss vorgenommen.
Bei komplexeren Fällen, wie beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, sind in den folgenden Jahren weitere Operationen nötig, um ein „normales Aussehen” zu erreichen. Die kieferorthopädische Betreuung ist in der Regel bis zum 18. Lebensjahr bei einem Cleft-Kind notwendig.

