Aktuelle News

10.06.2008: Lali ist tot

Mit großer Trauer haben wir den Tod Lalis, dem „Mädchen mit den zwei Gesichtern“, zur Kenntnis genommen. Lali ist Anfang des Monats in seinem nordindischen Heimatdorf Saini Sunpura gestorben. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest.

Prof. Sailer, der sich bereit erklärt hatte, Lali unter der Voraussetzung einer vorherigen medizinischen Risikoprüfung zu operieren, reagierte betroffen: „Ich habe diese Nachricht gerade aus Indien erhalten und bin tief erschüttert.“

Den Eltern des Mädchens sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus. Wir wünschen ihnen die Kraft, den schmerzlichen Verlust verarbeiten zu können.


05.06.2008: Jahresbericht 2007 mit hervorragender Bilanz

Cleft-Children International CCI kann für das vergangene Jahr eine außerordentlich gute Bilanz ziehen. So konnten wir im September 2007 in Kalkutta das 5. Cleft-Zentrum eröffnen. Die Anzahl der durchgeführten Operationen und zusätzlichen Behandlungen war größer als je zuvor. Der Wissenstransfer wurde gesteigert, zahlreiche Ärzte aus- und weitergebildet, zusätzliche Assistentenstellen geschaffen. In Anerkennung unserer humanitären Arbeit wurden Frau Erica Schwob und Prof. Sailer die Ehrendoktorwürde der Universität Chennai (Indien) verliehen.

All dies bestätigt die Nachhaltigkeit und Kompetenz der Stiftungsarbeit, die Sie durch Ihre Spenden in dieser Qualität ermöglichen. Den ausführlichen Jahresbericht 2007 können Sie sich als PDF-Dokument herunterladen:

Jahresbericht 2007
≈ 2,37 MB


10.04.2008: Das Mädchen mit zwei Gesichtern – endlich Hilfe für die kleine Lali!

Professor Sailer und seine Stiftung Cleft-Children International CCI wollen dem Mädchen mit zwei Gesichtern aus Indien helfen. Damit ist Professor Sailer womöglich der einzige Retter de kleinen Lali. „Zwei Dinge sind uns wichtig: Wir haben erstens als einzige weltweit das ethisch-kulturelle Verständnis und zweitens das fachspezifische Know-how, um die Eltern über die Möglichkeiten eines medizinischen Eingriffes aufzuklären, denn selbst in einem solch komplizierten Fall gibt es häufig noch viele gute Behandlungs-Chancen“, sagt Professor Sailer.

Als internationale Kapazität gehört Prof. Sailer zu den wenigen Spezialisten weltweit, die bereits über medizinische Erfahrung in solch einem komplexen Fall verfügen. Der Experte für komplizierte Gesichts- und Kopf-Operationen hatte vor wenigen Jahren auch schon die bekannten beiden erwachsenen Siamesischen Zwillingsschwestern Ladan und Laleh Bijani aus Singapur untersucht – und von einer Operation abgeraten. Der Eingriff erfolgte dennoch, die Schwestern überlebten nicht. Jetzt will Professor Sailer mit seinem Team eine ähnliche furchtbare Tragödie verhindern.

Nur vier Wochen nach ihrer Geburt hat die kleine Lali aus dem Dorf Saini Sunpura in Nordindien bereits traurige Berühmtheit erlangt: Das Kind hat zwei Nasen, zwei Lippen- und zwei Augenpaare. Nur die Ohren sind nicht doppelt – es hat zwei Ohrmuscheln wie jeder andere Mensch. „Mit unserer Hilfe wollen wir dem Mädchen ein normales, menschenwürdiges Leben ermöglichen“, betont Professor Sailer. Die Stiftung Cleft-Children International (CCI) hat bereits über 20.000 erfolgreiche pro-bono Operationen ähnlicher Art durchgeführt. „Die Aussage, dass es keine medizinischen Möglichkeiten gibt, um diesem armen Kind zu helfen, ist womöglich falsch“, betont Professor Sailer.

„Die kleine Lali verdient vor allem eine optimale Förderung auch unter höchsten ethischen Maßstäben, damit sie nach der bestmöglichen Behandlung ein gutes Leben führen kann.“ Professor Sailer wird sich auch persönlich einsetzen, um mit seinem Team diese nötigen Untersuchungen durchzuführen und selbst den komplizierten Eingriff vorzunehmen, falls dieser risikolos möglich ist. „Primär geht es zum jetzigen Zeitpunkt um eine umfassende medizinische Analyse“, erklärt. „Nicht umsonst haben die Götter vor jegliche Behandlung die Diagnose gestellt!“

Cleft-Children International ist bereit, sofort einzugreifen. „Unser indischer Kollege Prof. Dr. Gosla Reddy aus unserem Versorgungszentrum engagiert sich schon vor Ort, um mit den Eltern zu sprechen und ihnen die medizinischen Möglichkeiten zu erklären. Unsere Unterstützung ist für die Familie natürlich kostenlos!“ Im Fokus von Prof. Sailer und seiner Stiftung steht ausschließlich das Wohl des Kindes, es werden mit diesem Hilfsangebot keinerlei finanzielle Interessen verfolgt. „Für uns steht die Ethik absolut im Vordergrund – es geht hier vor allem um das Wohl dieses kleinen Mädchens und seiner Eltern“, betont Professor Sailer. „Wenn wir erst einmal fundiert aufklären und überzeugen können, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Hilfestellung nach den modernsten medizinischen Kenntnissen sicherlich gut!“

Professor Sailer will insbesondere sicherstellen, dass das Mädchen nicht zum Spielball von Geschäftemachern wird. „Lali ist jetzt schon einem regionalen Interesse und zudem einem weltweiten Presserummel ausgesetzt, den kein Kind der Welt gut verarbeiten kann – erst recht nicht ein Kind wie Lali, das unter erheblichen körperlichen Einschränkungen leidet!“

„Auch deshalb wollen wir unbedingt eingreifen: Damit für die kleine Lali selbst und ihre Familie bald wieder Ruhe einkehrt“, so Professor Sailer. Die Cleft-Stiftung von Professor Sailer nimmt sich bereits seit vielen Jahren Kindern an, die mit einer Anomalie oder schweren Missbildungen im Gesicht zur Welt kommen. Diese werden durch chirurgische Eingriffe von Professor Sailer korrigiert, der dafür seine Zeit opfert und extra in Indien operiert.