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Swiss Cleft Centre in Bali / Kamerun

Das Land grenzt an Nigeria, Tschad, Zentralafrikanische Republik, die Republik Kondo, Gabun sowie den atlantischen Ozean. Die grössten Städte sind die Hauptstadt Yaoundé und die Hafenstadt Douala. Die Amtssprachen sind Französisch (80%)  und Englisch (20%) Kamerun unterhält eine besonders gute Beziehung zu Frankreich, und gehört deshalb zu den Schwerpunktländern der franz. Entwicklungsarbeit und ist Mitglied  der Francophonie
Die Einschulungsquote beträgt 79% und ist für afrikanische Verhältnisse sehr hoch. Der  Schulbesuch an staatlichen Schulen ist kostenfrei. 
Seit 1960 ist Kamerun eine Präsidialrepublik mit einer neuen Verfassung. Kamerun ist nach dieser Verfassung ein Einheitsstaat, wobei im Vergleich zu früher weiter dezentralisiert wurde. Der Präsident wird für die Dauer von sieben Jahren gewählt und kann nach einer Verfassungsänderung vom 10.04.2008 unbegrenzt zur Wiederwahl antreten.  Staatsoberhaupt ist seit 1982 Paul Biya. Die letzte Wahl fand am 7.10.2018 statt, der 85-jährige trat erneut an und wurde wiedergewählt.
 Bali , mit ca. 32'000 Einwohner,  liegt  im Nordwesten im Bezirk Mezam und hat einen kleinen zivilen Flughafen, der leider öfters geschlossen ist. 
 
Warum Kamerun?
Durch Zufall las  ich über eine kleine Organisation  die in Kamerun tätig ist.  Ich nahm dann mit dem Ehepaar, das den Verein gründete und ehrenamtlich führte, Kontakt auf und besuchte sie an einem Sonntag in der Innerschweiz. Nach einem langen Gespräch beschlossen wir, dass ich sie bei ihrem nächsten Besuch in Kamerun begleiten werde, um mir das ganze mal anzusehen.
 
Nun war es so wie, Herr G. Meyer, CEO der Deutschen Stiftung und ich flogen mit dem Ehepaar Bruhin nach Douala und von Douala acht Stunden mit dem Auto in das Landesinnere, vorbei an Kilometer langen Bananen- sowie Palmölplantagen (jedes 2. Supermarktprodukt enthält Palmöl!!)
Wir wurden von den Ordensschwestern des Hl. Franziskus (Mutterhaus in Bozen)  herzlich empfangen. Diese fünf Ordensschwestern leiten ein kleines Spital in Bali. Leider haben sie niemand der die Cleft-Kinder operiert und behandelt. Der letzte Einsatz, durchgeführt von deutschen Cleft Chirurgen fand vor 10 Jahren statt.  Der Grundstein für ein Cleft Zentrum wurde bereits gelegt, dieser Bau wird durch den Verein «Ashia»  (Herr und Frau Bruhin) finanziert. Die Bauarbeiten gehen langsam voran, da zwischendurch die politische Lage für Unterbrechung sorgte.  Dr. Didier Ntongsi, der in Mumbai zum Cleft Chirurgen ausgebildet wurde, wartet nur noch auf den Startschuss, was jedoch sicher noch einige Monate dauern wird. Wir sind regelmässig mit den Schwestern und Dr. Ntongsi in Verbindung, und hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr mit den Operationen und Behandlungen starten können.